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A Day in Our Homeschooling and About Enjoying Strawberries of Life

30. März 2012


Diesen Artikel schreibe ich als Antwort auf eine Frage von Pamela, die von mir wissen möchte, wie ein durchschnittlicher Homeschooling-Tag bei uns abläuft und wie es für mich persönlich mit der eigenen, zur Verfügung stehenden Zeit, aussieht. Vielleicht ist das ja auch für andere interessant.
Natürlich ist es heute anders als vor 2, 3 Jahren, als auch John noch zuhause lernte. Erstens einmal war es damals für mich ein bißchen anstrengender, weil ich viel Material oder Ideen erst zusammensuchen und erstellen musste und weil ich zum Großteil den Lernstoff selbst erst für mich aufarbeiten musste. Was ich heute mit Sandro mache, ist für mich mehr eine Art Wiederholung, auch wenn wir natürlich viele Dinge anders angehen als vor einigen Jahren (sonst wäre es ja auch langweilig). Ich meine, schließlich wiederhole ich die 2. Klasse Mittelschule jetzt sozusagen zum dritten Mal. :) Ich bin auch viel gelassener, da ich ungefähr einschätzen kann, welche Ziele wir erreichen können, und mittlerweile weiß, dass wir uns nicht an den Rand des Lern-Wahnsinns treiben müssen, um die vorgesehenen Mindest-Anforderungen zu erfüllen.

Questo post é dedicato a Pamela che mi ha scritto per chiedere di descrivere una giornata tipica del nostro homeschooling, in particolare la domanda é: „Mi piacerebbe sentire da te se riesci mai a ritagliarti un po‘ di tempo per conto tuo, se riesci mai a staccare. Com’è una tua giornata tipo?“ Visto che la risposta potrebbe interessare anche ad altre persone, eccola qui.
Certo che oggi, per me, é differente rispetto a 2, 3 anni fa quando anche John studiava a casa. Soprattutto all’inizio ci é voluto un po‘ di tempo per scoprire quale tipo di organizzazione della giornata fosse la migliore per noi (non é che ci sia „la“ risposta, é che le cose cambiano anche con il tempo, con le necessitá ecc.). Tanto materiale che sto usando oggi, l’ho preparato allora, tante cose le ho dovute ri-studiare prima per me stessa – oggi ne approfitto ovviamente visto che sto „ripetendo“ la seconda media per la terza volta. :) Oggi sono anche molto piú rilassata perché riesco ad immaginare gli obiettivi che siamo in grado di raggiungere, e ho anche capito che non dobbiamo impazzire per arrivare agli standard minimi richiesti.


Wir frühstücken ungefähr zwischen 6.30 und 7 Uhr.
Mr K und ich unterhalten uns während des Frühstückens oft über Politik oder Wirtschaft oder Philosophie, angeregt durch die Nachrichten im Radio oder die Neuigkeiten, die Mr K vom Bäcker heimbringt. Das ist sozusagen die allererste „Lerneinheit“ des Tages für Sandro. :)
John und Mr K gehen um 7.30 Uhr aus dem Haus. Ich mache meinen Morgenspaziergang mit Hund Indy – natürlich geht das im Winter erst ein paar Stunden später. Zwischen 8 und halb neun bin ich dann meistens wieder da.
Inzwischen hat sich Sandro fertig gemacht und liest oder spielt (ja, auch mit 13 Jahren spielt er noch recht gerne, baut mit Lego oder bastelt usw.). Ich räume die Küche auf, füttere die Vögel, Kanarienvogel Jack macht seinen täglichen Rundflug im Wohnzimmer. Ich lasse die Waschmaschine laufen und gucke nach den E-mails, mache eine Runde in meinen Lieblingsblogs, schreibe selbst einen Eintrag…
So gegen 9 Uhr lade ich Sandro „zum Lernen“ ein. Die Art Lernen, die jener in der Schule am ähnlichsten ist (also am Tisch sitzen und Übungen machen, Dinge erklärt bekommen usw.) machen wir immer als Erstes.
Oft beginnen wir mit Mathematik. Seit einer Weile machen wir da eigentlich kaum Neues, sondern sind am fleißigen Wiederholen sprich am Vorbereiten „für die Prüfung“ (Eignungsprüfung im Juni). Ich habe daher verschiedene Übungen aus dem Mathematikbuch kopiert und damit gemischte Arbeitsblätter erstellt. Denn eine der Herausforderungen ist ja, sich die unterschiedlichen Dinge zu merken und von Arithmetik mühelos auf Geometrie umschalten zu können. Wenn man sich eine Weile mit Bruchrechnen befasst, ist klar, dass man darin momentan nicht so große Schwierigkeiten hat; bloß vergisst man dann leider das, was man vor zwei Monaten gelernt hat. Also wie gesagt, gemischte Wiederholungsübungen. Sandro erledigt zuerst selbständig, was er gut kann. Dort, wo ihm der Rechenweg nicht mehr so geläufig ist, bittet er um Rat oder schaut in seiner Mappe nach. Manche Dinge erkläre ich dann nochmal, oder ich stelle ihm Fragen: Warum hast du das hier so gemacht? Was wäre, wenn hier ein Minus stünde? Das dauert etwa eine halbe Stunde oder wenig mehr, dann machen wir eine Pause. Ich hänge die Wäsche auf und koche Tee. Ich mache eine Runde mit dem Staubsauger und staune über die vielen Hundehaare im Haus.

Di solito facciamo colazione fra le 6.30 e le 7.
Mr K ed io spesso durante la colazione parliamo di politica, di economia o di filosofia, dunque ecco la prima „lezione“ del giorno per Sandro. :)
John e Mr K verso le 7.30 se ne vanno. Io poi faccio la solita passeggiata con il cane, Indy; ovviamente d’inverno gli orari cambiano. Fra le 8 e le 8.30 di solito sono di nuovo a casa.
Nel frattempo anche Sandro é pronto per affrontare la giornata. Ha iniziato a leggere o a giocare (sí, a 13 anni gli piace ancora molto giocare, fare costruzioni con il lego e altro). Metto a posto la cucina, dó da mangiare agli uccellini, apro la gabbia al canarino Jack che fa la sua gita quotidiana in soggiorno. Metto in funzione la lavatrice e dó un’occhiata alle e-mails, faccio un giretto nei miei blogs preferiti, magari scrivo un post…
Verso le 9 invito Sandro a „venire a studiare“. Le cose da studiare in modo „tradizionale“, ovvero esercizi „da scrivania“ ecc., le facciamo per prime.
Spesso iniziamo con matematica. Da un po‘ di tempo non facciamo tante cose nuove ma tanta ripetizione per l’esame di idoneitá a giugno. Ho messo insieme degli esercizi misti, nel modo che lui si abitui a affrontare diversi argomenti uno dopo l’altro: aritmetica, geometria ecc. Lui fa quello che riesce a fare da solo, poi dove ha dubbi mi chiede o dá un’occhiata al libro. Spesso lo osservo mentre fa gli esercizi e chiedo (per vedere se ha capito davvero): „Qui, perché hai fatto cosí? E qui, se ci fosse un ‚meno‘, cosa cambierebbe?“ Piú o meno cosí passa  mezz’ora o poco di piú, poi facciamo una pausa. Vado a stendere la biancheria, mi faccio un té. Faccio un giro con l’aspirapolvere e mi meraviglio di tutti quei peli di cane che trovo in casa.

Gegen 10 Uhr kommt die nächste Lerneinheit. Zum Beispiel Deutsche Grammatik, oder Italienisch.
Derzeit arbeiten wir uns durch ein Lesebuch, um den sprachlichen Ausdruck zu festigen. Wir lesen täglich gemeinsam ein Kapitel und fassen es in 1-2 Sätzen zusammen. Sandro wiederholt dann mündlich die bisher gelesenen Kapitel. Während des Lesens muss ich oft Satzteile ins Deutsche übersetzen, typische italienische Redewendungen erklären oder mit Nachfragen testen, ob Sandro das Gelesene verstanden hat. Auf diese Weise ein paar Seiten zu lesen, dauert also schon eine Weile. Aber mehr als eine halbe Stunde halten wir uns hier eigentlich meistens nicht auf. Manchmal liest dann Sandro alleine ein Stück weiter, weil ihn interessiert, wie die Geschichte weitergeht. Aber ich brauch jetzt eine Pause! Ich schaue wieder meine e-Post durch. Herrje, eine dringende Übersetzung ruft nach mir. Also schnell her damit.
Dann „füttere“ ich schnell noch den Sauerteig, der nicht vernachlässigt werden möchte.

Verso le 10 c’é la prossima lezione. Per esempio grammatica tedesca, o italiano.
Al momento stiamo leggendo un libro che Sandro ha scelto, soprattutto per fare esercizio di lettura ad alta voce e di vocabolario. Ogni giorno leggiamo insieme un capitolo e lo riassumiamo in 1-2 frasi. Poi Sandro ripete a voce tutti i capitoli letti finora. Mentre leggiamo, spesso devo tradurre pezzi di frase in tedesco, spiegare modi di dire tipicamente italiani o fare domande per vedere se ha davvero capito il contenuto. In questo modo ci vuole un po‘ di tempo a leggere qualche pagina, ma anche qui direi che ci fermiamo circa mezz’ora o un po‘ di piú. Spesso Sandro qualche volta continua a leggere per sé, ma io ho bisogno di una pausa! Cosí do‘ un’occhiata alla posta elettronica. Accidenti, é arrivata una traduzione urgente da fare! Mi metto subito al lavoro.
Poi dó da mangiare alla pasta madre che altrimenti si offende.

Geschafft! Es ist jetzt ungefähr 11 Uhr. Aber noch bevor ich Sandro sagen kann, dass wir weitermachen können, läutet das Telefon. Es ist meine Freundin Anthonia, die mich fragt ob wir uns treffen können, wegen unserer Aktion; es gäbe Neuigkeiten zu besprechen. Wir machen einen Termin aus. Dann fällt mir ein, dass ich noch in der Gemeinde anrufen muss – wegen des neuen Formulars zur Kompostierung.
Huch, es ist schon 20 nach 11. Jetzt aber los mit Englisch!
In diesem Fach hinken wir ein bißchen dem hinterher, was ich eigentlich programmiert hatte. Aber macht nichts, im Lernbericht werde ich eben angeben, dass wir den Rest im Sommer bewältigen werden, falls wir es bis Juni nicht schaffen. Bloß kein Stress!
Zum Einwärmen gibt es Kärtchen mit Sätzen zum mündlichen Übersetzen, diese bereite ich stets nach Abschluss eines Kapitels im Buch vor, zur Festigung des neuen Wortschatzes.
„The sweater was very… the sweater was very… hm…“ – „Tschip!“ macht Jack, und Sandro fällt es wieder ein: „The sweater was very cheap!“

Ce l’ho fatta! Sono quasi le 11, il tempo vola. Ma prima di poter dire a Sandro che possiamo proseguire, suona il telefono. È la mia amica Anthonia che chiama per la nostra iniziativa; dobbiamo incontrarci, ci sono novitá. Fissiamo un appuntamento nei prossimi giorni. Poi mi viene in mente che devo telefonare in comune per la dichiarazione sul compostaggio.
Opplá, sono giá le 11 e 20. Ora facciamo inglese.
In questa materia siamo un po‘ indietro rispetto al programma, pazienza, se entro metá giugno non ce la facciamo, nel rapporto scriveró che il resto lo faremo durante l’estate. Niente stress per favore!
Di solito iniziamo con qualche esercizio con queste cartoline, frasi da tradurre a voce. Contengono parole del nuovo vocabolario dell’attuale capitolo del libro d’inglese e le preparo da volta in volta quando affrontiamo un nuovo capitolo.
„The sweater was very… the sweater was very… mboh…“ – „Cip!“ fa Jack, e a Sandro torna in mente la parola: „The sweater was very cheap!“

Auch für die irrregulären Verben gibt es Kärtchen zum Üben. Bei jedem Kapitel im Buch kommen ein paar neue dazu. Aber regelmäßiges Üben brauchen wir hier unbedingt!

Anche i verbi irregolari per noi sono una cosa da ripetere in modo regolare!


Dann arbeiten wir endlich mit dem Buch selbst weiter.
Nun ist es bald Mittag. Heute gibt es Pizza und Salat. Manchmal hilft Sandro beim Kochen, in letzter Zeit eigentlich nicht mehr so häufig. Er hat ja immer so viel zu tun! Lesen, basteln, zeichnen, mit dem Hund kuscheln, Hörspiele hören…

Poi finalmente andiamo avanti con il libro.
È quasi mezzogiorno. Vado a preparare il pranzo. Oggi c’é pizza e insalata. Ogni tanto Sandro aiuta a cucinare, ma ultimamente non spesso. Ha sempre cosí tanto da fare! Leggere, disegnare, coccolare il cane, ascoltare audiolibri…


Während des Mittagessens hören wir das Mittagsjournal im Radio, dabei diskuieren wir dann auch oft.
Dann mache ich einen Spaziergang mit Indy, jetzt ist die Sonne am schönsten! Es ist zwischen halb 14 und 14 Uhr. Manchmal kommt Sandro mit, nicht immer. Im Hochsommer ist dieser Spaziergang natürlich wegen der Hitze auf den Spätnachmittag verlegt.
Als ich zurückkomme, merke ich, dass ich ja noch die Küche aufräumen muss.

Durante il pranzo ascoltiamo le notizie alla radio, un’altra occasione per discutere di attualitá.
Poi faccio una passeggiata con Indy. Stupendo il sole a quest’ora! Sono circa le 13.30. Qualche volta viene anche Sandro, ma non sempre. Ovviamente d’estate a quest’ora, con il caldo, non si esce e la passeggiata la faccio il pomeriggio tardi.
Quando torno mi accorgo che devo ancora rimettere a posto la cucina.

Sandro hat es sich mit einem Buch auf dem Balkon gemütlich gemacht. Gerade hat er diese sehr schönen Märchenbücher entdeckt. Begeistert erzählt er mir die Geschichte „Als die Fische noch über Land wanderten“.
Ich sollte mir die Haare waschen. Heute abend muss ich zu einer Sitzung in die Stadt.
Und auf Sandros Programm stehen heute abend wieder die Schießübungen im Sportschützenverein.
Unterwegs ins Bad fällt mein Blick auf den Kubikmeter Bügelwäsche, doch ich finde, das muss heute nicht sein. Die Sonne ruft, ich setze mich ebenfalls mit einem Buch (von Micha empfohlen, macht mir viel Spaß: Tom Hodgkinsons „Die Kunst, frei zu sein“) zu Sandro. Man könnte jetzt eigentlich auch die Fenster putzen; aber ist für das Wochenende nicht Regen angesagt? Also doch lieber abwarten, bis sie noch ein bißchen schmutziger sind, überrede ich mich selbst zum Müßiggang.
Dann fällt mir ein, dass ich noch eine andere Übersetzung zu machen habe – ganze 18 Seiten warten auf mich, ich habe dafür eine Woche Zeit, sollte also jeden Tag ein bißchen daran arbeiten. Ich übersetze den Teil über den EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit) und lerne eine Menge Dinge, von denen ich keine Ahnung hatte.
Dann läutet es an der Tür: es ist die jüngste Kusine von Sandro, sie möchte dass er in den Garten zum Spielen kommt. Er mag nicht. Er arbeitet jetzt an der never-ending-Knüpfarbeit weiter und hört sich das Tom-Saywer-Hörspiel an („Weil das ja auch zur Geschichte Amerikas passt“).
Ich zeichne an ein paar Skizzen zu einem Plakat, das ich gerne gestalten möchte, und träume vor mich hin.
Zehn Minuten später klingelt es wieder. Es ist die ältere Kusine, die meine Hilfe bei den Hausaufgaben braucht. Ich erkläre Ausdrücke wie „Wehrmacht“, „Blitzkrieg“ und „Inflation“, sie schreibt mit. Im Hintergrund lachen Tom Saywer und Huckleberry Finn. Der Hund will unbedingt von der Kusine gestreichelt werden, lässt er ungestüm wissen: der Boden ist wieder voller Hundehaare.
Es ist jetzt fast 16 Uhr. Ich bereite das Abendessen vor, denn ich bin ja heute abend nicht da. Salatplatte mit hartgekochten Eiern, als Nachspeise gibt es noch ein Stück Kuchen von gestern. Dann schicke ich schnell noch ein E-mail an meinen lieben Mann, der beim Heimfahren von der Arbeit den Einkauf besorgen will.
Ich verabschiede mich von Sandro und drücke ihm einen Zettel in die Hand: eine „Aufgabe“ (wir benötigen für das nächste Spielen auf der Amerika-Karte ein paar neue Figuren, die er zeichnen sollte). Gegen 17 Uhr startet mein Bus. Unterwegs treffe ich John, der gerade von der Schule heimkommt. Ich fahre mit dem Bus bis zum Zugbahnhof und dort mit dem Zug weiter. Auf der fast einstündigen Fahrt habe ich Zeit zum Lesen oder zum Nachdenken: die besten Homeschooling-Ideen sind mir bisher tatsächlich unterwegs eingefallen.
Als ich gegen 20.30 Uhr nach Hause komme, herrscht Hochstimmung. Was für ein Kontrast zum Thema Wirtschaftskrise, mit dem ich die letzten Stunden verbracht habe! Die Jungs haben es sich mit ihrem Vater bei einer DVD gemütlich gemacht: „Master and Commander“ – das „passt zur Epoche in Geschichte, die wir gerade durchnehmen“. Ja ja, so dreht sich ständig alles ums Lernen! :)
Ich lege die Lernmaterialien für den morgigen Tag zurecht und begutachte Sandros gezeichnete Figuren. Fein, demnächst wollen wir wieder „Geschichte spielen„.

Nel frattempo Sandro si é seduto sul balcone a leggere. Ha appena scoperto questi libri con favole sconosciute. Con entusiasmo mi racconta la favola di „Quando ancora i pesci camminavano sulla terra“.
Dovrei lavarmi i capelli, stasera devo andare ad una riunione in cittá.
E Sandro stasera ha lezione di tiro a segno.
Mentre vado in bagno, vedo il metrocubo di cose da stirare. Ma sí, hanno aspettato fino ad ora, aspetteranno ancora un po‘. Il tempo é troppo bello. Prendo un libro
anch’io (un consiglio di Micha. Tom Hodgkinson: How to be free, che mi diverte molto) e mi siedo vicino a mio figlio. Noto che le finestre avrebbero bisogno di essere lavate; ma non avevano previsto brutto tempo per il finesettimana?, ecco magari conviene aspettare. :)
Poi peró mi viene in mente che ho un’altra traduzione da fare, mi attendono ben 18 pagine da tradurre. Ho tempo una settimana peró mi conviene fare un po‘ al giorno. Cosí inizio a tradurre il pezzo che parla del GECT (Gruppo Europeo di Cooperazione Territoriale) e imparo un mucchio di cose di cui non sapevo nulla…
Mi metto a disegnare un po‘, faccio delle bozze per un poster che mi piacerebbe realizzare, sogno un po‘ ad occhi aperti…
Suonano alla porta: é la cugina piú piccola di Sandro, che gli chiede se scende in giardino per giocare. Ma lui ora non vuole, ha di nuovo ripreso il never-ending-progetto e ascolta l’audibook di Tom Saywer („Si inserisce bene nella nostra lezione di storia americana, vero?“).
Suonano di nuovo. Questa volta é l’altra cuginetta, ha bisogno del mio aiuto per i compiti. Spiego il significato di parole come „Wehrmacht“, „Blitzkrieg“ e „inflazione“, lei prende nota. In sottofondo si sentono le risate di Tom Saywer e Huckleberry Finn; il cane fa di tutto per avere l’attenzione della ragazza: il pavimento é di nuovo pieno di peli.
Sono quasi le 16. Preparo la cena: sí, perché io stasera sono in riunione. Preparo diverse insalate e uova sode, per dessert c’é ancora un po‘ di dolce di ieri. Spedisco una e-mail con la lista della spesa al mio caro marito che si occupa di questa cosa.
Nel salutare Sandro gli dó un biglietto con un „compito“: abbiamo bisogno di diverse figure disegnate per le prossime „scene“ della storia americana. Verso le 17 devo prendere l’autobus. Alla fermata incontro John che sta tornando a casa da scuola. Con l’autobus raggiungo la stazione del treno, con il treno proseguo per la cittá. Il viaggio é di quasi un’ora e uso il tempo per leggere o per inventare lezioni. Giá, le migliore idee di materiali o di presentazioni di lezioni le ho avute in occasioni come queste!
Quando verso le 20.30 torno a casa, si respira un’atmosfera allegra. Nelle ultime ore ho ascoltato riflessioni e dibattiti sulla crisi economica – che contrasto! I miei tre uomini passano il tempo guardando un DVD – „Master and Commander“ – giusto perché „é proprio l’epoca che stiamo studiando in storia“. Giá, sembrerebbe che a casa nostra non si faccia altro che studiare… ;)
Preparo il materiale per domani mattina e dó un’occhiata alle figure di Sandro: bene, nei prossimi giorni potremo di nuovo „giocare a storia“!

Diesem Beispiel eines Tagesablaufs kann man entnehmen, dass wir eigentlich nicht sehr viel Zeit mit „Sitzen und Lernen“ verbringen. Die Lernmaterialien mehr oder weniger beisammen zu haben, wenn wir sie dann brauchen, ist eine große Unterstützung, ebenso wenn man Inhalte fächerübergreifend miteinander verknüpfen kann. Neue Materialien erstelle ich meistens an den Wochenenden, da bereite ich dann entweder ganze Lerneinheiten vor oder schreibe Übungen zusammen, suche geeignete Bücher, stöbere im Internet… Den Leitfaden dazu liefert die „Blaue Mappe„. Das finde ich nicht anstrengend, sondern im Gegenteil: Planen macht Spaß!
Gewisse Dinge kommen natürlich „zu kurz“: mein Haushalt schaut  nicht nach einem perfekten Haushalt aus sondern eher nach einer ständigen Baustelle (aber ich bin gut darin, großzügig über Dinge hinwegzusehen, die anders sind, als sie sein sollten); größere Hausarbeiten erledige ich meistens am Wochenende (da habe ich komischerweise am ehesten Lust darauf). Am Wochenende mache ich daher auch die Essensplanung für die neue Woche, denn daran orientiert sich der Einkauf.

In base a questo esempio di „giornata tipica“ si capisce che in fondo non passiamo tantissimo tempo „alla scrivania“. Il segreto é quello di preparare bene in anticipo i materiali o i libri che servono, insomma avere un’idea di quello che si potrebbe/vorrebbe fare. Di solito preparo i materiali nuovo nel finesettimana, magari in quell’occasione preparo tutta un’unitá didattica, oppure metto insieme degli esercizi, cerco libri adatti, cerco degli spunti in rete… Il filo conduttore é sempre dato dalla mia „Blaue Mappe„. Preparare le lezioni non lo considero un lavoro, ma quasi un hobby, mi piace ed é sempre interessante, é anche un po‘ una sfida.
Ovviamente diverse cose le trascuro: la mia casa non é una casa da „perfetta casalinga“ (piúttosto sembra un cantiere da lavori in corso); i lavori piú impegnativi li lascio per il finesettimana (dove, stranamente, ho anche piú voglia di farli). Nel finesettimana faccio anche la programmazione per la cucina (cosa si mangia) in modo da poter organizzare la spesa.

Eine Hilfe ist auch ein ungefährer Stundenplan, sonst würde ich Fächer wie Deutsche Grammatik glatt vergessen! Also wenn man bestimmte Dinge regelmäßig machen möchte (mein Motto ist ja: öfter und kleine Portionen!), dann ist so etwas zu empfehlen. Wir halten uns aber nicht strikt daran, manchmal gibt es Grammatik statt zweimal auch nur einmal in der Woche. Überhaupt ist es auch nicht so, dass wir wirklich genau das machen, was ich für den Tag geplant habe.
Dies ist mehr eine Spur, der man ungefähr folgt, so wie ein Hund der Spur des Hasen folgt. Aber im Gegensatz zu diesem Hund machen wir sehr wohl kleine Abstecher ins Gebüsch, rasten auf der Wiese, wo es gerade viele süße Erdbeeren gibt, oder verlaufen uns auch ein bißchen, weil wir die Hasenspur mit der Igelspur verwechseln. Im Gegensatz zum Hasen läuft das Lernen nicht davon, und außerdem kann man beim Erdbeerenessen auch eine ganze Menge lernen. Solche Erdbeeren sind zum Beispiel unerwarteter Besuch, eine interessante Begegnung, eine plötzliche Eingebung, der man folgt, sich fast von selbst ergebende tiefsinnige Gespräche, oder der unbändige Wunsch, einen 100%igen Unschooling-Tag einzulegen im Bewusstsein, dass wir selbst über unsere Zeit entscheiden können – alles Dinge, über die man nicht gut in einem Blog berichten kann, die der Angelegenheit Homeschooling aber die eigentliche Würze verleihen. Ja, wir verbringen eigentlich sehr viel Zeit mit dem Genießen der Erdbeeren, die das Leben in seiner Großzügigkeit einfach so für uns bereitstellt.

Un aiuto é anche dato da una specie di orario (nel senso che ho fatto una specie di elenco per materie/giorni), altrimenti davvero mi dimenticherei ad esempio della grammatica tedesca! Insomma, se si ha in mente di fare certe cose con regolaritá (e il mio motto é: spesso e in piccole porzioni), é una cosa che consiglio. Peró non é che ci atteniamo strettamente a questa proposta, per esempio ogni tanto spesso saltiamo una lezione di grammatica, mica crolla il mondo. Molte volte non facciamo quello che abbiamo avuto in programma.
Qui per noi si tratta solo di una traccia da seguire piú o meno, come un cane segue la traccia di un coniglio. Ma a differenza di questo cane noi ci permettiamo di andare anche a destra e a sinistra, ci fermiamo nel prato dove crescono quelle fragoline dolcissime, o ci perdiamo fra i boschi perché scambiamo la traccia del coniglio con la traccia del riccio. Peró, a differenza di un coniglio che sparisce in fretta quando puó, le cose da studiare non corrono lontane, stanno lí ad aspettarci. Possiamo riprendere il cammino quando ci pare. E a parte questo, anche mangiando le fragoline si possono imparare tantissime cose. Queste fragole possono essere una visita inattesa di qualcuno, una spontanea idea di fare una ricerca su un argomento, discussioni profonde che nascono da sé e che non bisogna bloccare „perché non c’é tempo“, o una di quelle giornate dove nella consapevolezza di poter decidere liberamente sul proprio tempo, entrambi sentiamo il richiamo dell’Unschooling – sono queste le fragole delle quali é difficile parlare in un blog, ma che sono le cose che dánno il giusto sapore all’avventura dell’homeschooling. Sí, passiamo molto tempo a gustarci le fragole, che la vita nella sua generositá ci mette a disposizione.

———————————–

Weitere Beschreibungen im Sinne von „Unser Homeschooling-Alltag“ findet man in den > Interviews mit weiteren Homeschoolern.

Altre descrizioni in merito a „La nostra giornata tipica“ si trovano nelle >interviste con altri homeschoolers.

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22 Kommentare leave one →
  1. Pamela permalink
    30. März 2012 07:13

    Grazie, grazie, grazie Sybille per questo interessantissimo post. La cosa che mi ha colpito di più è che le vostre giornate sono molto frammentate, c’è un poco di tutto. A prima vista sembrerebbero quasi disorganizzate, poi ho visto che l’organizzazione c’è anche se è molto rilassata e elastica. La cosa che mi piace di più è quando dici ’niente stress per favore‘. Ora mi leggo con calma anche le altre interviste agli homeschoolers.
    Anch’io trovo sempre peli di cane dappertutto!
    Buona giornata, Pamela

  2. april permalink
    30. März 2012 07:28

    Wahnsinn! Alles! Zuerst einmal: danke für den wunderbaren Artikel. Das hat bestimmt viel Arbeit gemacht, aber nun sieht man, wie voll gepackt euer/dein Leben ist (im positiven Sinne). Und man merkt auch, dass Lernen eine ganz wunderbare Sache ist, besonders, wenn es so wie bei euch abläuft.
    LG, April

    • Sybille permalink*
      30. März 2012 08:40

      Hallo April, ja es hat doch eine Weile gedauert den Artikel zu schreiben, vor allem zweisprachig – also die Bügelwäsche schaut immer noch vorwurfsvoll… :)))
      Schönes Wochenende!

      • april permalink
        30. März 2012 08:41

        Es gibt Wichtigeres ;-)

      • Sybille permalink*
        30. März 2012 09:15

        Ich verlasse mich darauf, dass ich eh wieder einen Bügel-Koller bekomme und dann in zwei Stunden alles erledigen werde – bestimmt noch vor Ostern. Auf jeden Fall ist die Abwechslung zwischen Kopfarbeit und körperlichem Einsatz ein total guter Ausgleich.

      • april permalink
        30. März 2012 11:13

        Man kann ja auch beim Bügeln die Zeit gut nutzen: Hörbücher, nachdenken, etc.

      • Sybille permalink*
        30. März 2012 11:30

        Klar, Hörbücher auf jeden Fall! Man soll es sich immer so gut wie möglich gehen lassen und selbst weniger geliebten Tätigkeiten etwas Positives abgewinnen…

  3. 30. März 2012 09:52

    So ein schöner lebendiger Tagesbericht! Es freut mich, dass ich dir mit dem Buch von Tom Hodgkinson einen guten Tipp geben konnte.
    LG, Micha

  4. 30. März 2012 10:40

    ich komme wieder, bin nämlich noch nicht ganz fertig (wahnsinn, danke für deine arbeit!!) :)bis später;)

  5. mocaliana permalink
    30. März 2012 12:47

    già solo riscrivere tutti i post in due lingue mi sembra un gran lavoro! Hai un bel pò di energie!! Bravi tutti e due!
    Ma gli homeschooler fanno gli esami ogni anno?
    Qui anche i bimbi che fanno la scuola steineriana risultano come se facessero ‚istuzione paterna‘ (mi sa che si chiama così, o ‚familiare‘?) però l’esame lo fanno solo in quinta e in ottava classe

    • Sybille permalink*
      30. März 2012 20:46

      Da quello che ho capito in altre regioni agli homeschoolers chiedono gli esami ogni anno, ma mi sembra di aver capito che sono obbligatori solo nel caso si volesse tornare a scuola l’anno dopo. Da noi (forse anche per l’autonomia, boh) non mi sembrano cosí fissati con gli esami. Sandro ha fatto quello di 5a elementare e quest’anno fa quello di 2a media perché, cosí ci dicono, serve per poter partecipare l’anno dopo all’esame statale (anche a scuola gli alunni sono „ammessi“ o „non ammessi“ all’esame statale). Anche John aveva fatto cosí ed é stata una buona esperienza che gli é servita poi appunto per l’esame statale, perció anche per questo motivo vedo l’esame di giugno in modo positivo, come esperienza appunto.

  6. 30. März 2012 15:40

    Io trovo che tu sia organizzatissima, a mia vita mi sembra molto più caotica e lasciata al caso e ti invidio un po‘ …

    • Sybille permalink*
      30. März 2012 20:41

      No, organizzatissima non direi, comunque credo sia impossibile paragonare, ogni famiglia ha i suoi ritmi, le sue abitudini, le sue esigenze…
      Buona serata

  7. 31. März 2012 20:01

    Gefühle waren in der Sprachförderung diese Woche auch bei mir Thema!

    Liebe Grüße,
    papillionis

  8. paola schoolmamma permalink
    31. März 2012 22:35

    Mai dimenticarsi il piacere di gustarsi le fragole, questo riassume secondo me l’essenza dell’homeschooling !

    E poi … mi fa piacere ritrovare in questo vostro „scorcio“ una finestra sul futuro di come sento che debba essere la cosa, e mi fa piacere ritrovarmici anche nel presente, senza fretta, e con tanta energia e gioia e curiosità e passione.

    Proprio come dovrebbe essere.

    Grazie per questo fresco sorso dissetante !

  9. 1. April 2012 22:17

    Sehr spannend, dein Bericht! Dein Tag tönt voll gepackt und doch irgendwie entspannt!
    Ganz liebi grüäss, anja

  10. 3. April 2012 18:49

    Come sempre la tua serenità traspare dalle tue parole… una bellissima descrizione la tua. Molto bella la frase: „Queste fragole possono essere una visita inattesa di qualcuno, una spontanea idea di fare una ricerca su un argomento, discussioni profonde che nascono da sé e che non bisogna bloccare “perché non c’é tempo“
    Evviva le fragole!

  11. Samuela permalink
    4. April 2012 11:19

    grazie tantissime Sybille, ho „scoperto“ questo tuo blog, che bel leggere…grazie perchè mi dai la possibilità di imparare tante cose

    • Sybille permalink*
      4. April 2012 14:00

      Grazie a te per aver lasciato un commento!

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