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Gerechte Sprache (2)

28. Februar 2012

Weiter geht es mit den Unterrichtseinheiten zur geschlechtergerechten Sprache.
Hier eine Übung für Sandro zur Unterscheidung von Ausdrücken: richtet er sich an Männer? an Frauen? an beide? oder ist der Ausdruck neutral?

Proseguiamo con la lezione sull’uso del linguaggio non sessista (in tedesco).
Qui un esercizio per Sandro dove valuta le diverse espressioni: é indirizzata a uomini? a donne? a entrambi? o é un’espressione  neutra?
(Esempi: cittadini, cittadinanza, cittadini e cittadine, popolo, popolazione, alunni, lettori e lettrici, persona, pensionati, …)

Kärtchen mit Aussagen, die zum Diskutieren und Nachdenken anregen.
Gemeinsam suchen wir auch nach praktischen Beispielen und stellen Vergleiche an, z. B.:

– Welche Bilder entsteht unwillkürlich in meinem Kopf bei folgenden Sätzen?
„An der Versammlung nahmen viele Ärzte teil.“
„An der Versammlung nahmen viele Ärztinnen teil.“
„An der Versammlung nahmen viele Ärzte und Ärztinnen teil.“

– Welche Wertungen empfinden wir bei folgenden Bildunterschriften?
„Anwalt Dr. Emil Prader mit Gattin Elena und Hund Hektor.“
„Anwalt Dr. Emil Prader und seine Gattin, die Richterin Elena Moroder, mit Hund Hektor.“
„Richterin Elena Moroder mit Gatten Emil und Hund Hektor.“
„Hektor mit Herrchen Emil und Frauchen Elena.“
;)))
Da gibt es schon Unterschiede bei den „spontan entstehenden Bildern im Kopf“, oder?
Wir sprechen auch über die Wortwahl in Hymnen, wie z. B. über die Veränderung bei der österreichischen Hymne (von „Heimat bist du, großer Söhne“ zu „Heimat großer Töchter und Söhne“ usw. ).

Frasi come spunti di discussione.
Esempi:
– Il linguaggio paritario si rivolge in ugual modo a uomini e donne, rendendoli visibili.
– Usare un linguaggio paritario significa agire nella societá.
– Ogni linguaggio trasmette certi valori e valutazioni.
– Modificare l’uso del linguaggio significa modificare il modo di pensare.
– Il linguaggio non é una cosa neutra ma trasmette il nostro modo di vedere e valutare le cose.

Insieme cerchiamo degli esempi concreti e valutiamo:
– Quali diverse immagini nascono nelle nostre teste quando leggiamo queste frasi?
„Alla riunione hanno partecipato molti infermieri.“
„Alla riunione hanno partecipato molte infermiere.“
„Alla riunione hanno partecipato molti infermieri e molte infermiere.“

– Quali diverse valutazioni si nascondono in questi sottotitoli?
„L’avvocato dott. Emilio Prato con la moglie Elena e il cane Ettore.“
„L’avvocato dott. Emilio Prato e sua moglie, la psicologa dott.ssa Elena Moroder, con il cane Ettore.“
„La psicologa dott.ssa Elena Moroder con il marito Emilio e il cane Ettore.“
„Il cane Ettore con il padrone Emil e la padrona Elena.“
;)))
Notate anche voi le differenze nelle immagini che si creano sponteneamente nella testa?
Parliamo anche del linguaggio usato negli inni, per esempio delle recenti modifiche all’interno dell’inno austriaco (da „di grandi figli sei tu patria“ a „di grandi figlie e figli sei tu patria“ e altre modifiche in tal senso).

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7 Kommentare leave one →
  1. april permalink
    28. Februar 2012 11:42

    Liebe Kinder und Kinderinnen ;-)
    Aber Spaß beiseite, es ist ein interessantes Thema und die jeweils drei unterschiedlichen Kopfbilder, die bei den drei unterschiedlich ausgedrückten Sätzen entstehen, sind schon sehr aufschlussreich.
    Allerdings muss ich gestehen, dass ich meist die männliche Form benutze und mir dabei bisher nichts gedacht habe.

    • Sybille permalink*
      28. Februar 2012 12:31

      Ich find’s ganz gut, wenn man das tut, was man für richtig hält, egal welche der Möglichkeiten man dabei benutzt. Umso besser, wenn es eine bewusste Entscheidung ist, dann kann man auch 100%ig dazu stehen und ggf. argumentieren. (Oh, hätte ich jetzt eigentlich „frau“ statt „man“ schreiben müssen? :-)
      Bei Sandro habe ich gemerkt, dass er schon viel aufmerksamer liest bzw. hinhört: beim Radiohören zu Mittag rief er ganz entzückt, ob ich das gehört hätte – der Radiosprecher hatte gerade von Kandidatinnen und Kandidaten gesprochen. ;) Ob das dann auch Auswirkungen auf seine eigene Sprech- und Schreibweise haben wird, kann ich natürlich nicht sagen. Das Projekt ist auf jeden Fall ein interessantes Experiment! Vielleicht kann ich in einem späteren Leben mit diesen Materialien von Schule zu Schule gehen und entsprechende Lernangebote machen, sozusagen als „fliegende Lehrerin“. ;)))

      • april permalink
        28. Februar 2012 12:39

        Tatsächlich, du wärest eine wunderbare Lehrerin.

  2. 28. Februar 2012 14:44

    I have been enjoying looking through your blog. What wonderful activities you do! I enjoy seeing your lovely teaching style.

    • Sybille permalink*
      28. Februar 2012 14:50

      Hi! Thank you very much for your message!

  3. 1. März 2012 19:56

    sehr interessant das thema und was ihr dabei alles entdeckt! (das mit unseren „söhnen“ ist mir noch nie aufgefallen, org, oder?! und dabei, wenn ich mir’s so überlege, habe ich dabei auch immer an männer gedacht, komponisten, etc.) liebe sybille, du machst ja nicht nur homeschooling, sondern auch blogschooling! danke :-)

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