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At School II

30. November 2011

Gestern war ich wieder mit meiner Unterrichtseinheit zum Thema Zivilcourage in einer Schule, in den nächsten Wochen bin ich noch zwei weitere Male eingeladen.
Diesmal war eine dritte Klasse Mittelschule (8. Kl.), deutschsprachig, an der Reihe. Es handelte sich um 15 Jungen und 4 Mädchen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren.
Da ich mich vorsorglich erkundigt hatte, wusste ich, dass auch sie in der Schule noch nichts über Gandhi und MLK gelernt hatte (geschweige denn von Rosa Parks, die leider auch vielen Erwachsenen nicht bekannt ist), also hatte ich das Vergnügen, diese Persönlichkeiten wieder mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler durch kleine Szenen darzustellen und über sie zu erzählen (wie hier berichtet).
Sehr interessant fand ich die Diskussion mit den Jugendlichen nach den beiden Spielen. Auch diesmal hatte es sich einige Male so ergeben, dass jemand alleine oder nur zu zweit bei „Ich bin einverstanden“ stehen geblieben war, und darüber zu sprechen wie sich das angefühlt hatte – Zweifel, Unsicherheit, oder doch die Gewissheit zu dieser Meinung zu stehen – war aufschlussreich.
Nach dem zweiten Spiel sprachen wir auch eine Weile über die Wichtigkeit, um Hilfe zu rufen oder jemanden um Beistand zu bitten, das fällt ja nicht unbedingt leicht. Wir besprachen auch, dass das je nach Situation unterschiedlich sei: Wenn etwa im Zug eine ungute Situation entsteht, kann man losgehen und den Schaffner um Hilfe bitten und die Lage erklären; wenn man gerade von Aliens in ihr Raumschiff gezerrt wird, ist es besser laut zu schreien. :)) Und die Ängste, die hier eine Rolle spielen: denn um Hilfe zu bitten ist wie gesagt nicht immer so einfach, allzuoft fürchtet man doch auch dadurch, sich als Petze zu outen oder als unselbständig darzustellen, also als jemanden der mit einer Situation nicht klar kommt. Dabei ist es für Außenstehende oft so wichtig, von Betroffenen klare Botschaften zu erhalten, wie: Ich brauche jetzt Hilfe. Denn wem ist es nicht schon einmal passiert, nicht genau zu wissen, ob man eingreifen soll oder nicht, z. B. in eine Keilerei unter Schülern? Woran erkennt man, dass es wirklich Ernst ist oder doch nur ein harmloses Kräftemessen?
Als der nette Lehrer mich fragte, was ich beruflich mache (da waren die Kinder nicht dabei), musste ich dann aber auch meinen Mut zusammennehmen um zu „gestehen“, dass wir Homeschooler sind. Allzuoft wird das ja in einem Zug mit „gegen das Schulsystem sein“ verstanden, was für mich aber nicht unbedingt stimmt: es ist einfach eine andere Art zu lernen und zu leben, die für uns momentan eben stimmig ist; so wie wenn man beschließt zu Fuß zu gehen: das bedeutet nicht automatisch, dass man gegen öffentliche Verkehrsmittel ist. ;) Anschließend haben wir uns noch eine Weile toll miteinander unterhalten über Lernprojekte und fachübergreifendes Lernen, das war sehr nett. :)

Ieri sono stata di nuovo in una scuola a parlare di coraggio civile, nelle prossime settimane ho ancora due altri inviti in altre scuole.
Questa volta ho parlato ad una classe di terza media di una scuola tedesca, 4 ragazze e 15 ragazzi di 13-14 anni.
Mi ero informata giá prima e cosí sapevo che durante le lezioni non hanno ancora parlato di Gandhi e MLK o di Rosa Parks, cosí ho proseguito con la presentazione di questi personaggi come l’ultima volta con l’aiuto di piccole scene (ne ho parlato in questo post).
Interessantissime le discussioni con i ragazzi dopo i giochi che abbiamo fatto. Anche ieri ci sono stati dei momenti dove un ragazzo é rimasto solo, oppure in due, davanti al cartello „Sono d’accordo“ su una frase, poi ci hanno spiegato come si sono sentiti: un po‘ smarriti a vedere che tutti gli altri stavano da un’altra parte, con qualche dubbio, oppure tranquilli perché sicuri di quello che pensavano.
Dopo il secondo gioco abbiamo parlato di come ci si sente a chiedere aiuto. Non é mica cosí facile, spesso pensiamo che stiamo esagerando, che dobbiamo essere capaci di cavarcela da soli, di essere considerati dei piagnoni se chiediamo l’aiuto di qualcuno, o ci vergognamo… Invece per chi sta osservando una situazione spesso non é chiaro se c’é davvero bisogno del suo intervento o se si tratta di qualcosa di abbastanza innocuo: a vedere ad esempio dei ragazzi che stanno „facendo a botte“ non sempre si riesce a capire se fanno sul serio o se é piú per gioco, in questi casi é importante esprimere chiaramente che c’é bisogno di aiuto. Abbbiamo anche parlato dei diversi modi di chiedere aiuto, che dipendono dalla situazione: se capita qualcosa di preoccupante in treno per esempio, si puó andare in cerca del controllore e spiegargli la situazione e chiedergli di intervenire; se invece ci sono degli alieni che ti prendono e ti portano sulla loro astronave, é meglio urlare in modo che gli altri ti sentano. :))
Quando il professore, un tipo davvero in gamba, mi ha chiesto cosa faccio di professione (in quel momento i ragazzi non c’erano),  ho dovuto farmi coraggio anch’io prima di rispondere e „ammettere“ che sono una homeschooling mom. Spesso quando si dice questo si viene subito catalogizzati in „sei contro il sistema scolastico, sei contro la scuola pubblica“ ma non per forza deve essere cosí: per me, é solo un altro modo di apprendere e di studiare e anche di vivere, per noi al momento va bene cosí, ci piace e ne siamo contenti. È come se uno decide di andare a piedi, non significa che é contro il sistema di trasporto pubblico. ;)
E poi abbiamo ancora piacevolmente chiacchierato su diversi progetti scolastici e sull’apprendimento interdisciplinare, é stato davvero interessante.

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3 Kommentare leave one →
  1. 30. November 2011 13:00

    Wahnsinn, das muss eine totale Bereicherung für die Schüler und die Schule sein, wenn du kommst!!! Ich wünsch dir weiterhin viel Freude dabei :)
    Und wer weiß, vielleicht landest du ja mal in der „Regelschule“ und zeigst neue Wege auf :)
    Alles Liebe. maria

    • Sybille permalink*
      30. November 2011 13:13

      Ich glaube für eine Schulklasse ist es auf jeden Fall toll, wenn der Unterricht mal anders aussieht und ein Gast zu Besuch kommt, z. B. wie auch wenn Lesungen mit Schriftstellern gemacht werden. Ich finde es schön, wenn es Lehrpersonen gibt die sich an solchen Projekten beteiligen, es ist ja für sie eine Menge Vor- und Nacharbeit damit verbunden und sie müssen ja trotzdem mit ihrem „normalen“ Stoff auch weiterkommen, ich glaube das ist ganz schön anstrengend.

  2. 30. November 2011 19:33

    Giusto quello che dici sul rapporto tra scuola familiare e scuola pubblica…

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